Sachensurium

Keine Ursache!

Archive for the ‘HAUPTSACHE G E S U N D’


Urgesund – Cacao

KakaofruchtKein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle wertvoller Nährstoffe so zusammengedrängt wie in der Kakao-Bohne, notierte Forscher Alexander von Humboldt einst.

Tatsächlich ist Kakao Nahrung für Herz und Körper. Ein hoher Anteil an PEA (2-Phenylethylamin) wird mit dem Entstehen von Lust- und Glücksempfindungen in Verbindung gebracht. Ob das an der halluzinogenen Wirkung von PEA liegt, bleibt hier offen. Eine nahezu unbekannte Tatsache ist, dass rohe Schokolade den Appetit zügelt.

Kakaobohnen enthalten über 1200 chemische Komponenten, was sie zu einer der komplexesten und wirksamsten Substanzen auf der Erde machen. Die Kakaobohne kann ihre enorme gesundheitliche Wirkung nur in roher Form voll entfalten, d.h. wenn sie nicht über 42° erhitzt ist. (Marktübliches Kakaopulver ist in der Regel viel höher erhitzt, ausserdem teilweise stark entölt und oft mit zusätzlichen Substanzen wie Zucker gemischt.)

Rohe Kakaobohnen haben eine der höchsten Konzentrationen an natürlichen Antioxidantien (15x mehr als Blaubeeren, 20x mehr als Rotwein, 30x mehr als grüner Tee). Sie enthalten viel Magnesium, Eisen, Zink, Chrom und Vitamin C.

Es gibt drei weltweit verbreitete Kakaobaum-Sorten: Criollo, Forastero und Trinitario (eine Kreuzung der letzten zwei). Criollo ist die Teuerste.

Milch verhindert die Aufnahme wertvoller Antioxidantien

Das Hinzufügen von Zucker und Milch verhindert die positiven und heilenden Wirkung der rohen Kakaobohne, denn Studien haben ergeben, dass Milch die Aufnahme der wertvollen Antioxidanten verhindert.

KakaopulverSchokopudding: 2 Bananen + 1 Avocado + 1 Esslöffel rohes Kakaopulver in den Mixer geben
Schokodrink: Nussmus + rohes Kakaopulver + Bananen oder Datteln + Wasser in den Mixer geben

 

Quellen und  weiterführende Links:
http://www.naturkostbar.ch/de/shop/catalog/superfoods/
http://rohspirit.de/rohkost_heilsaft/gesunder-kakao/
http://www.onmeda.de/g-ernaehrung/kakao-1144.html

herz Danke für eure Achtung auf Bio/Fairtrade Produkte:
Schmutzige Schokolade (Doku) der Film:
http://www.youtube.com/watch?v=0ZFIb1PDOtM

Blaue Luzerne – eine blaue Wunderblume

Ob die Blaue Luzerne DIE blaue Wunderblume ist, mit deren Hilfe nach einer alten Volkssage Zugang zu verbotenen Schätzen erlangt werden kann, wird an dieser Stelle nicht beantwortet.

Dass die häufigsten Blütenfarben unserer gemässigten Breiten mit Abstand Weiss und Gelb, gefolgt von Rosa, Rot und Violett sind, und die Blauen Blumen in unserer Flora die quantitativ seltensten Blütenpflanzen sind, sei hier auch nur am Rande erwähnt. Die wenigen blauen Blüten sind zudem selten reinblau und tendieren sehr oft ins Violette, da das häufigste blaue Pflanzenpigment, das Anthocyan, neben blau auch violette und rote Farben ermöglicht.

Alfalfa wird die Blaue Luzerne auch genannt, soll die wertvollste Pflanze der Welt sein. Ein weiterer Name ist Schneckenklee, die mineralstoffreichste Pflanze, die an Land wächst. Die Araber gaben Alfalfa seinen Namen, und Alfalfa ihren Pferden. Al-fal-fa bedeutet arabisch „Vater aller Nahrungsmittel“. Die Heilanwendungen von Alfalfa gehen ebenso auf die Indianer zurück, die ein Mehl aus den Samen als Brei und in Brotform verwendeten. Alfalfa ist nach Luther Burbank (amerikanischer Nobelpreisträger und einer der größten Botaniker des letzten Jh.) „Die Zukunftsnahrung der Menschheit“. Auch der berühmte Biologe Frank Bourer nannte Alfalfa den Großen Heiler aufgrund seiner mannigfaltigen Wirkungen und Vitalstoffe.

Als auswachsende Pflanze ist die Luzerne ein verbreitetes Futtermittel. Wie typisch für Hülsenfrüchte bindet die Luzerne Stickstoff aus der Luft und reichert so den Boden mit Nährstoffen an. Die Luzerne ist also eine wertvolle Nahrung für Menschen, Tiere und für den Boden.

Alfalfa-Sprossen sind beliebte Sprossen zum roh Essen. Sie keimen sehr einfach, sollten aber zwecks Abbau des natürlichen Fraßschutzes – dem Giftstoff „Canavanin“ – erst ab dem 7. Keimtag verzehrt werden. Mit dem Wachstum des Keimlings baut sich das Canavanin in 7 Tagen vollständig ab. In manchen Schriften wird die Keimdauer für Alfalfa mit 8-10 Tagen angegeben, was bestimmt auch von der Umgebungstemperatur abhängig ist.

Alfalfa-Sprosen haben einen unvergleichlich hohen Gesundheitswert. In ihnen steckt fast alles, was Mensch zum Leben braucht. Von den zahlreichen Vitaminen, dem hohen Anteil an Eiweiss (~35%) mit allen 8 essentiellen Aminosäuren, 8 wichtigen Enzymen („Zündkerzen“ des Stoffwechsels), zahlreichen Mineralstoffen und Spurenelementen bis hin zu Chlorophyll und Phytoestrogenen, welche die Eigenschaft haben, den Hormonhaushalt zu normalisieren.

Eine Tasse Alfalfa-Sprossen enthält so viel Vitamin C wie 6 Gläser Orangesaft!

© ariane

George und Omega, voll fett!!*

* Alle Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und realen Handlungen sind rein zufällig.

Manchmal zucken wir zusammen, wenn wir im Bus oder in der Bahn zuhören, wie sich Jugendliche miteinander unterhalten. Das Phänomen der Jugendsprache treibt bunte Blüten. Was einerorts „super toll“ meint, ist andernorts das Ergebnis hemmungslosen Alkoholgebrauchs; soweit zu voll fett! George – Petrus möge mir verzeihen – eine Variable, einsetzbar für beliebigen Namen lebender Personen. Aha, und was bleibt übrig? Ricola? Nein, Omega! Bei den Griechen am Ende und auf dem Mond an der Spitze. So, genug der unterschwelligen Botschaften, die Zeit ist reif, das Übel an der Wurzel zu packen und ein Teil Wahrheit des Oels ans Licht zu bringen. Ob George, Cindy, Anna oder Otto, alle von A bis Z benötigen Omega-3 und 6, das A und O der Fettsäuren, voll fett eben!

Die Bedeutung der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im menschlichen Organismus. Fett, ein Wort unzählige Diäten – leider wird oft zu Lasten der lebensnotwendigen Fettsäuren Diät gehalten. Sowohl Omega-3- als auch Omega-6-Fettsäuren sind wichtige Komponenten der Zellmembranen und Vorläufer vieler anderer Substanzen im Körper, die z.B. für die Regulierung des Blutdrucks oder für Entzündungsreaktionen verantwortlich sind. Omega-3-Fettsäuren sollen vor Herzkrankheiten schützen, über eine entzündungshemmende Wirkung verfügen, bei der Prävention von Diabetes und bestimmten Krebsarten eine grosse Rolle spielen, etc.

Der menschliche Organismus ist in der Lage, alle benötigen Fettsäuren selbst zu bilden, mit Ausnahme der folgenden zwei (mehrfach ungesättigten essentiellen) Fettsäuren:

  • Linolsäure, eine Omega-6-Fettsäure
  • alpha-Linolensäure, eine Omega-3-Fettsäure

Beide Omega-Fettsäuren müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und sind wichtig für den Körper: Während Omega-6-Fettsäuren eher entzündungsfördernd, wirken Omega-3-Fettsäuren eher entzündungshemmend. Empfehlungen über das Verhältnis in der Nahrung von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren reichen von 1:1 bis 5:1. Allerdings soll das Verhältnis in unserer modernen Zivilisationskost heute bis zu 20:1 liegen! Solche ungünstigen Kombinationen können erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen.

Das Leinöl enthält mit über 50 Prozent den weitaus höchsten Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Danach folgen Hanföl mit 17 Prozent, Walnussöl mit 13 Prozent und Rapsöl mit 9 Prozent. Je höher der Anteil an ungesättigten Fettsäuren, desto empfindlicher das Öl: Bezüglich Leinöl bedeutet dies, dass Leinöl idealerweise frisch gepresst innerhalb von 6 Wochen aufgebraucht werden sollte. Soviel zu Omega-3, weitere Infos zu finden unter:

oel-wechsel.com
Prävention druch Omega-3-Fettsäuren
http://www.rohrohroh.ch/
http://www.oelmuehle-solling.de/
http://de.sevenload.com/videos/I1AiI1F-Omega-3-Fettsaeuren-aus-Krill

© ariane

Brennende Liebe

Blüte brennende LiebeBrennende Liebe, Hilferuf aus dem Kummerkasten oder blühende Blumenpracht im Garten?

Ersteres ist Zeit sei Dank überwunden und zweitens sind alle Balkonpflanzen im eiskalten Monat Februar erstarrt.  Im Bild: Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica), auch Scharlachlichtnelke

Die „Brennende Liebe“ wovon die Worte handeln, lässt nichts anbrennen, hat weder mit Pyrotechnik zu tun, noch liegt sie auf der Hand, sondern ist sehr antik und doch jedes Jahr neu.

Pfarrer Künzle sagte von dieser Pflanze: Der liebe Gott gab ihr das Feuer als Schutz gegen die Ausrottung; denn sie ist beliebt bei den Tieren, von der Schmetterlingslarve bis zur Kuh. Sie wäre schon lange mit Wurzel und Stiel ausgerottet, wenn nicht ihre Brennhaare sie vor der unvernünftigen Naschhaftigkeit schützen würden. Brennend, weil der „Händedruck“ dieses Krautes unvergesslich ist, wer kennt nicht das Brennen auf der Haut, das die Berührung mit der Pflanze mit sich bringt. Der Gattungsname Urtica ist vom lateinischen urere (brennen) abgeleitet. Die Bezeich­nung Nessel wird mit dem mittelhochdeutschen nezzel in Verbindung gebracht, wohl wegen der Verwendung der Bastfasern zu Nesselgewebe.

Liebe, weil die Samen schon in der Antike als Aphrodisiakum galten: Brennnesselsamen sollen Potenz und mancherlei andere Kräfte verleihen. Von erotischer Wirkung erzählt der griechische Dichter Ovid vor 2000 Jahren in seiner „Ars amandi“, der „Liebeskunst“: die Samen seien das „beste Aphrodisiakum der Welt“. Heute werden Brennnessel-samen auch „Pflanzliches Viagra“ genannt, was die Bedeutung von Brennnesseln schmälert, gilt doch diese ganze Heilpflanze von der Wurzel bis zur Blüte, inkl. Stängel und Samen als kostbares Lebenselixier, als Aphrodisiakum, als Bluttonikum schlechthin. Ein Arzt soll einmal gesagt haben, dass die Brennnessel zu den besten Heilpflanzen gehört, die wir haben. Wüsste die Menschheit darum, wie heilkräftig sie ist, würde sie nichts als Brennnessel anbauen. Deshalb hier diese kleine Huldigung.

Die Brennnesselsamen enthalten Pflanzenöl, Vitamin E, Phosphor, Gerb- und Schleimstoff, Enzyme und Phytohormone (hormonähnliche Stoffe, die in vielen Pflanzen enthalten sind). Täglich 1 bis 2 Esslöffel Brennnesselsamen in Suppen oder Salate gemischt, aufs Butterbrot gestreut oder auch pur eingenommen, schmecken ausgezeichnet wie kleine würzige Nüsschen und wirken wie kleine Liebes- … ähm, Kraftpakete.

weitere Wirkungen der Heilpflanze Brennnessel

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Finden Sie den Unterschied?

Das kann nur eine Frage für Anfänger sein!

Der Unterschied ist offensichtlicher nicht möglich. Oder gar eine Fangfrage, worin der einzige Nichtunterschied die Fotografin sei…

Zugegeben, es sind mehrere Antworten erlaubt. Ich serviere an dieser Stelle das folgende Rezept: Wasser, Sauerstoff und 66 Stunden Zeit; ausserdem ein Mehrfaches an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Enzymen sowie Appetit auf mehr.

Ein Same ist wie eine lebende Konserve im Tiefschlaf. Eingeweicht in Wasser wird diese gesprengt und die ganze Kraft und Energie entlädt sich explosionsartig für das neue Leben, das kleine Pflänzchen, das da erwachsen soll. Da werden alle Kräfte mobilisiert, was in Zahlen ausgedrückt bedeutet: Der Vitamin-C-Gehalt in einem Alfalfa-Samen steigt in den ersten 72 Stunden des Keimens um 500 Prozent, der Gehalt an Betacarotin um 300 Prozent. Beim keimenden Hafer sind es beim Vitamin-C sogar 600 Prozent.

Bevor das Pflänzchen wachsen kann, kommt nun der Mensch ins Spiel und verspeist das durch die Arbeit von Enzymen, voll aktivierte Samenkorn, das in 66 Stunden zu einem Keimling oder einer Sprosse herangewachsen ist.

Das sind wahre Geschenke der Natur, bitte bedienen Sie sich!

Infos: Keime und Sprossen selbst herstellen

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Von Menschen und Meerschweinchen

Meerschweinchen gehören bei Kindern zu den beliebtesten Haustieren. Ob das Sache der Eltern ist, bleibt an dieser Stelle unbeantwortet. Doch Tatsache ist, dass Meerschweinchen oft die am gründ-lichsten missverstanden Heimtiere sind. Eines haben Mensch und Meerschwein jedoch gemeinsam …

Meerschweinchen kommen natürlich nicht aus dem Meer, aber sie gelangten erstmals übers Meer aus ihrer Heimat Südamerika nach Europa. Zudem erinnert ihre Lautsprache, die Quiekgeräusche, an die Hausschweine. Meerschweinchen sind gesellige Tiere und dürfen nicht einzeln gehalten werden. Einsamkeit macht sie depressiv, passiv und lethargisch. Eine ideale Meerschweinchen-Gruppe besteht aus zwei oder mehr Weibchen und einem (kastrierten) Männchen. Weibchen allein zanken sich öfter und keinesfalls sollte man zwei Männchen mit einem einzelnen Weibchen zusammen halten – früher oder später würden sie um das Weibchen kämpfen. Meerschweinchen sind Bewegungstiere. Meer-schweinchen sind soziale Tiere. Meerschweinchen sind Fluchttiere – immer auf der Hut vor Füchsen, Mardern und Raubvögeln und Menschen. Wer Meer-schweinchen von oben packt und hochhebt, benimmt sich für sie wie ein Raubvogel und versetzt sie in Todesangst! (Was Mensch für zutrauliches Stillhalten wahrnimmt, ist in Wirklichkeit eine Schreckstarre.) Meerschweinchen sind ausgesprochene Pflanzenfresser und brauchen viel rohfaserreiches Futter, um das Gleichgewicht der Bakterien in ihrem Darm zu erhalten. Meer-schweinchen haben einen hohen Vitamin-C-Bedarf, deshalb sind Salat, Karotten, anderes Gemüse, Äpfel oder Löwenzahn gut für sie. Vitamintropfen ergänzen diese natürliche Vitaminversorgung. Körnerfutter ist sehr kalorienreich und sollte deshalb sparsam verfüttert werden.

Nun zu der wissenschaftlich nachgewiesenen Gemeinsamkeit von Menschen und Meerschweinchen, alles andere ist Ansichtssache.

Menschen und Meerschweinchen können nicht selber Vitamin C produzieren!

Alle anderen Säugetiere (ausgenommen zusätzlich Affe, Fische und einige Vogelarten) können Ascorbinsäure – ausgehend von der Vorstufe L-Gulonsäure – selber herstellen. Folgerichtig sind Mensch und Meerschweinchen darauf angewiesen, Vitamin C in Form von Früchten und Gemüse über die tägliche Nahrung zuzuführen. Jene Tiere, die Vitamin C herstellen können, tun dies in beträchtlichen Mengen. Auf 70 kg hochgerechnet, sind es bei der Ratte 14 g/Tag, bei der Maus 7 g/Tag, beim Kaninchen 9 g/Tag, beim Hund 6 g/Tag und bei der Kuh 1,3 g/Tag. Dass der Mensch dagegen angeblich nur 0,1 g je Tag benötigen soll, erstaunt und führte u.a. Linus Pauling dazu, wesentlich höhere Dosen als täglichen Bedarf zu empfehlen, vor allem deswegen, weil Vitamin C nicht als Depot gespeichert werden kann.

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Magnesium

Ein folgenschwerer Mangel an Magnesium ist heute weit verbreitet.  Verschiedene Faktoren haben dazu geführt, nicht zuletzt die jahrzehntelange Düngung und Intensivbewirtschaftung unserer Böden, die nur noch magnesiumarmes Gemüse und Korn hervorbringen.

Magnesium ist überlebenswichtig, ist es doch im menschlichen Körper für über 300 verschiedene Funktionen zuständig:

  • Magnesium wirkt auf das Nervensystem
  • Magnesium wirkt auf die Muskelentspannung
  • Magnesium wirkt auf die Bildung aller Proteine im menschlichen Körper

Der menschliche Körper enthält rund 25 g Magnesium, wovon 30% in den Muskeln und 60% in den Knochen gespeichert sind. Der Kalziumgehalt im menschlichen Körper ist wesentlich höher, was dazu verleitet anzunehmen, dass der Mensch mehr Kalzium als Magnesium zu sich nehmen sollte. Da die beiden Elemente Antagonisten (Gegenspieler) sind, muss auf das richtige Verhältnis geachtet werden. Zu viel lösliches Kalzium in der Nahrung verhindert, dass der Körper Magnesium aufnehmen kann. Eine mögliche Folge davon ist, dass das aufgenommene Kalzium nicht in Zähne und Knochen eingebaut, sondern stattdessen an Orten abgelagert werden könnte, wo es nicht hingehört (Gehirn, Lunge, Nieren als Nierensteine, Arterien als Arteriosklerose, Überbeine, Muskelgewebe als Weichteilrheuma, im Extremfall als Osteoporose). Lesen Sie dazu auch den Artikel Eiweißsache.

Magnesium in den Gesteinen und Ackerböden: Je nach Gestein und deren Entstehung ist die Mineralsalz-Zusammensetzung sehr verschieden. Magnesium ist reichlich vorhanden in den Gesteinen, die das SIMA bilden (tiefer liegende Schicht der Erdkruste). Diese Gesteinsschicht kann zum Beispiel bei einem Vulkanausbruch mit der Lava an die Oberfläche gelangen. Bei der ältesten Gebirgsfaltung in der Erdgeschichte, der huronischen Faltung, traten diese tieferen Schichten der Erdkruste zutage. Diese Gebirge sind dunkel oder grünlich und ihr Gestein heisst Peridotit und ist reich an Mineralien wie Eisen und Magnesium. Solche Gesteine finden sich in Grönland, den skandinavischen Ländern bis nach Nordasien. Unsere Alpen entstanden in einer späteren Gebirgsbildung, bei welcher der Meeresboden gehoben wurde. Je nach tierischen und pflanzlichen Lebens damals, ist die heutige Beschaffenheit der Böden verschieden.

Durch den Einsatz von Kunstdüngern wird das Gleichgewicht der Mineralien in den Ackerböden gestört. Viele in der Landwirtschaft übliche Dünger enthalten unter anderem Kalium- und Kalziumverbindungen. Bei Kalzium besteht ein Antagonismus zu Magnesium, was bedeutet, dass auf das richtige Verhältnis von Kalzium/Magnesium geachtet werden müsste. Eine übermässige Düngung mit Kalzium hindert die Pflanzen daran, Magnesium in optimaler Menge aufzunehmen, selbst wenn es im Boden ausreichend vorhanden sein sollte.

Magnesium im Meersalz: Untersuchungen bewiesen, dass tierische und menschliche Zellen im Meerwasser am Leben erhalten werden können, wenn die Salzkonzentration der der biologischen Flüssigkeiten in den Geweben entspricht. Das Meersalz enthält ungefähr 0,5 – 1% Magnesiumsalze, die sehr hygroskopisch sind, d.h. sie haben das Bestreben, ihrer Umgebung Feuchtigkeit zu entziehen. Säcke mit Meersalz werden deshalb schnell feucht und dort, wo sie stehen, hinterlassen sie Salzspuren. Aus diesem Grund wird seit zwei oder drei Jahrzehnten allgemein Speisesalz verwendet, bei dem die Magnesiumsalze ausgefällt werden. Dadurch entfällt aber auch ein Teil unserer Magnesiumzufuhr. Durch die Einnahme von Magnesiumchlorid kann dieser Teil dem menschlichen Organismus wieder zugeführt werden. Das Magnesiumchlorid ist eine besonders reine Form und wird vom Körper schnell verwertet.

Der Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen von 60 bis 70 kg Körpergewicht beträgt ungefähr 800 Milligramm. Es bedürfte einer minutiösen Planung der Menüzusammenstellung, um auch nur annähernd diese Zahl zu erreichen. Erwachsenen wird empfohlen, abends täglich mindestens 300 mg (entspricht 20 ml Magnesiumchlorid-Sole) einzunehmen. Erwachsene ab 50 Jahren können morgens und abends je 20 ml Magnesiumchlorid-Sole einnehmen. Schwangere benötigen bis zu 1’500 mg pro Tag und für Kinder werden 5 ml pro 10 kg Körpergewicht empfohlen. Bei einem 28 kg schweren Kind entspricht dies 14-15 ml. (Eine zu hohe Dosierung kann zu Durchfall führen, bitte in diesem Fall Dosis reduzieren.)

33 Gramm Magnesiumchlorid (3-4 Teelöffel) in einer Glasflasche in 1 Liter Wasser auflösen und jeden Abend (Morgen) die empfohlene Menge trinken. Ein Liter entspricht 50 x 20 ml Magnesiumchlorid Portionen.

Warum gerade in Form von Chlorid? Es gibt verschiedene Magnesium-verbindungen. Einige können vom Körper kaum verwertet werden. Nimmt man beispielsweise das verwertbare Magnesiumcitrat, müsste man bei einer Dosis von 600 mg (entspricht zwei Gläschen Magnesiumchlorid) täglich 6 Tabletten einnehmen, was zum einen sehr viel teurer wäre, und zum anderen durch die Zitronensäure die Verdauungsorgane belasten würde. (Lesen Sie dazu auch den Artikel Achtung fertig sauer!)  Kombinierte Präparate enthalten zusätzlich Kalzium, was fatal ist (Antagonismus Kalzium – Magnesium).

© ariane

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